Interboot Spezial, Teil 2

So, die Interboot ist rum, aber auf meiner Festplatte tummeln sich noch ein paar Bilder von interessanten Booten, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Heute gibt’s zwei Schiffe, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein Joghurtbecher, der sich für eine eierlegende Wollmilchsau hält, und eine Einmannhubkieljolle. Wow.

Odin Nova de lux in voller Fahrt
Eierlegende Wollmilchsau in voller Gleitfahrt.

So, jetzt fragt ihr euch sicher „Was zum Geier ist das?!“ bzw. „WTF?!“ für die jüngeren Leser. Das ist die Odin Nova de lux. Ja, die heißt wirklich so und wie man sieht, kann sie alles. 850kg Wasserballast, 55kg aufholbares Schwert und ein Rigg, das wohl vom 420er geliehen ist, zum Segeln. 90PS Außenborder für den Rest. Dazu Radsteuerung und eine „Badeplattform“. Steht so im Prospekt. Unter Deck 1.80 m Stehhöhe, Nasszelle, Pantry und eine „Liegewiese“. Mir fällt dazu nichts mehr ein. Obwohl… bei Odin Nova de lux fällt mir das hier ein. Passt doch eigentlich sehr gut, oder? Wer jetzt großes Interesse hat, findet noch ein paar Bilder in unserer Flickr Galerie.

RS K1. Sportliche Hubkieljolle.
RS K1. Sportliche Hubkieljolle.

Wenden wir uns lieber erfreulicheren Dingen zu. Das wäre zum Beispiel der Stand von Christian Brandt, der mit seiner Firma ONSAIL die Boote der britischen Firma RS Sailing vertreibt (Das ist übrigens die gleiche Firma, die auch unseren RS600 baut). Ins Auge sprang mir dort der neue K1 – eine Einhandhubkieljolle. Was für ein Wort! Das Boot verfügt zwar über kein Vorwindsegel, dafür aber über ein äusserst ausgefuchstes Focksystem. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, hängt das Segel an einem eigenen Baum, was prima dazu geeignet sein soll, Schmetterling zu segeln. Zusätzlich hat der Fockbaum noch einen eigenen Niederholer und die Segeltiefe lässt sich natürlich auch einstellen. Für optimale Einhandtauglichkeit gibt’s obendrein noch eine Rollanlage. Was das Boot zur Hubkieljolle macht ist natürlich der Kiel. Dieser wiegt 60kg und lässt sich mit einem kleinen Flaschenzug aufholen. Damit kann das Boot dann bequem geslippt werden. Und zwar von Hand. Denn segelfertig bringt der K1 lediglich 125kg auf die Waage, was etwa so viel ist wie ein Finn! Dafür gibt’s mit 11qm aber noch einen extra Quadratmeter Segelfläche. Das Konzept klingt auf jeden Fall sehr spannend und ich hoffe, dass sich bald mal ein K1 am Bodensee sehen lässt. Achso, das Beste hab ich ja ganz vergessen zu erwähnen: Die Preise beginnen bei 8500€. Mit Slipwagen, Persenning und Zubehör bleibt der Preis immernoch diesseits der 10.000€. Das scheint für das Gebotene mehr als fair.

Fockschotsystem des K1
Fockschotsystem des K1
Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s