West-Ost 2011

Dieses Jahr sind Alex und Philipp die West-Ost – eine Regatta von Konstanz nach Bregenz – mit dem Team Sonnenkönig gesegelt. Leider hat uns der Westwind ein Schnippchen geschlagen und das Gesamtergebnis ist sehr bescheiden. Aber immerhin haben wir zwei unser drei direkten Konkurenten hinter uns gelassen.

Ventilo M2 und SL33 nach der Regatta auf dem Heimweg
Kurz vor dem Ziel habe wir uns noch ein heißes Duell mit dem neuen SL33 geliefert… und auch knapp gewonnen.

Wir hatten beim Start einen leichten Westwind und es war keine bevorteilte Seite erkennbar. Also sind wir zusammen mit den anderen schnellen Kats SL33, Holy Smoke und dem Skinfit M2 Richtung Deutschland gefahren – so wie etwa 3/4 des restlichen Feldes auch. Am Anfang lief es auch recht gut und wir haben den Abstand von unserem mittelmäßigen Start gut verringern können. Nach weniger als einer Stunde hatte der Wind jedoch deutlich abgenommen und es ging eine mühsame Sucherei nach Windfeldern los. Die Trippolts mit ihrem M2 haben dann probiert, was im Normalfall auch durchaus funktionieren kann und sind wirklich dicht am Ufer entlang gefahren um ein winziges bisschen Thermik zu suchen. Ging aber vollkommen in die Hose. Sie standen wie angegossen bestimmt eine halbe Stunde an exakt der gleichen Stelle. Sehr ärgerlich.
War alles sehr frustrierend und hinter uns tauchte schon das schnellste Einrumpfboot, die Wild Lady, auf, die die Westwindböen für sich nutzen konnte.
Irgendwann hat Albert Schiess mit seinem Holy Smoke dann entweder wirklich was geschnallt, oder einfach nur was riskiert. Jedenfalls hat er bei Fischbach gehalst und ist mit einem extrem ungünstigen Kurs Richtung Schweiz gefahren. Warum das eine gute Entscheidung war, wurde uns einige Zeit später klar, als wir eine Reihe von Bleitransportern unter Spinnaker am schweizer Ufer gute Fahrt machen sahen. Dann haben wir – meiner Meinung nach – den Fehler gemacht, dass wir nicht ebenfalls konsequent auf die andere Seite gefahren sind. Haben uns stattdessen mehr oder weniger mit Halsen immer etwas weiter Richtung Süden vorgearbeitet.
Als wir schon weit hinter Romanshorn waren, frischte der Wind immer weiter auf und irgendwann konnten wir uns dann mit 18 Knoten mit Ralf Schatz‘ SL33 noch ein kleines Duell liefern, welches wir schlussendlich mit etwa zwei oder drei Minuten Vorsprung auch gewonnen haben.

Hätten wir Chancen auf eine deutlich bessere Platzierung gehabt, wenn wir uns von Anfang an uns für die Schweiz entschieden hätten? Unwahrscheinlich. Wir hätten gleich nach dem Start halsen und quasi in Verlängerung der Startlinie extrem ungünstig Richtung Süden fahren müssen. Danach hätten wir uns dann sprichwörtlich zu Tode gehalst ohne schnell Richtung Ziel zu kommen. Man sieht das auch schön in den Platzierungen. Die beiden gesegelt langsameren Teams, die in der Mehrrumpfklasse vor uns liegen, haben ein symmetrisches Vorwindsegel und konnten damit schön das Ufer abfahren.

Aber was soll’s! Spass hatten wir trotzdem und jede Stunde auf dem Wasser ist ein gutes Training.

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