Geschwemmsel der Woche


Heute mal ganz ohne Boote. Wie ihr ja regelmäßig sehen könnt, sind wir medial ganz gut aufgestellt. Fast immer haben wir eine Kamera dabei und drehen auch immer öfter Videos (Eine heiße Geschichte wartet noch auf dem Rechner zusammengeschnitten zu werden. M2 vs. SL 33!). Leider ist die meiste Video- und Fototechnik nicht wirklich wassersporttauglich. Wenn man nach robustem Equipment sucht, hat man nicht viel Auswahl. Hier nun ein kleiner Überblick über den Markt.

Zunächst ist mal zu sagen, dass die Grenzen zwischen Foto- und Videokameras immer mehr verschwimmen. Fast jede Kamera macht heute Videos in HD-Qulität. Darunter versteht man eine Auflösung von mindestens 720p, d.h. 1280×720 Pixeln. Eine noch höhere Auflösung bietet 1080i mit 1920×1080 Pixeln. Um es gleich vorweg zu nehmen: Gerade bei günstigen Kameras zeigt die Erfahrung, dass 720p vorzuziehen ist. Nicht nur verbraucht es deutlich weniger Speicherplatz und ist schneller bearbeitet, sondern alles rund um den Bildsensor gibt einfach nicht die versprochene Qualität her. So wie auch eine Handykamera mit 8 Megapixeln nicht unbedingt bessere Bilder liefert als mit 5 Megapixeln.

Pentax Optio W60 abgetaucht. Das Bild ist unbearbeitet. Für einen Tauchkalender reicht die Qualität sicher nicht.

Wer auf der Suche nach einer Fotokamera ist, hat im wesentlichen folgende Optionen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Canon PowerShot D10: Wasserdicht und robust. Leider schon etwas älter und die Bildqualität ist Mittelmaß. Video macht sie nur in 640×480, was noch nichtmal der Auflösung eines modernen Smartphone-Displays entspricht. Kommt für uns nicht in Frage.
  • Olympus Tough-Reihe. Inzwischen gibt es von Olympus eine ganze Reihe kleiner und robuster Kameras. Ich hatte mal die Gelegenheit eine im Wasser zu testen und war nicht begeistert. Verwirrende Bedienung und eher miese Bildqualität. Hoffentlich hat sich in der Zwischenzeit was getan. Würde aber auf jeden Fall vor dem Kauf dazu raten, Tests zu lesen.
  • Panasonic FT3.  Sieht den Olympus-Modellen recht ähnlich, ist aber deutlich größer. Die Bildqualität ist sowohl bei Standbildern, als auch bei Videos wirklich gut, für eine wasserdichte Kamera. Dafür kostete sie auch den einen oder anderen Euro mehr. Auf jeden Fall eine Empfehlung, wenn eine Eine Kamera für Fotos und Videos gleichermaßen sein soll. Das Geld ist hier gut angelegt.
  • Pentax Optio Serie. Sehr robust und gute Ausstattung. Gibt es inzwischen sogar mit GPS. Damit hat man den Aufnahmeort eines jeden Fotos gleich mitgespeichert. Sehr hilfreich, wenn man seine Fotos mit einem Programm verwaltet, welches mit diesen Daten umgehen kann. Das größte Manko der Optio Reihe war bisher die Bildqualität. Dies scheint laut diesem Test immer noch so zu sein. Wem die Panasonic etwas zu teuer ist, sollte sich dennoch mal die WG1 anschauen.

Das war’s im wesentlichen auch schon. Insgesamt lässt sich sagen, dass man bei wasserdichten Kameras relativ viel Geld für relativ wenig Bildqualität bekommt. Ein Ausweg ist eine „normale“ Kamera, für die man dann ein wasserdichtes Gehäuse kauft. Allerdings sind letztere, wie es sie für viele Modelle von Canon und Panasonic gibt, mit etwa 200 Euro auch nicht gerade Schnäppchen. Ausserdem wird die Kamera dadurch zu einem großen Klotz.

Beispielbild Pentax Optio W60 bei schönem Wetter
Beispielbild Pentax Optio W60 bei schönem Wetter. Bild direkt aus der Kamera. Wie man sieht bereitet die Kamera die Bilder recht aggresiv auf.

Videokameras sind ein Thema für sich und daher werden wir mal einen extra Artikel zu dem Thema schreiben. Soviel sei aber gesagt: Die Fotofunktion einer Videokamera ist kein Ersatz für eine Fotokamera. Wir verfügen über zwei Kodak Playsport, die für ihre 120 Euro wirklich sehr gute Videos machen (alle unsere Videos auf Youtube sind damit aufgenommen), aber die Fotoqualität ist unter aller Sau.

Beispielbild Kodak Playsport Zx3 bei guten Wetter.
Beispielbild Kodak Playsport Zx3 bei guten Wetter. Heftige Nachbearbeitung ist notwendig. So würden wir das Bild nie veröffentlichen.
Beispielbild Kodak Playsport Zx3 nach bearbeitet
Bei viel Licht und mit einiger Nachbearbeitung bekommt man einigermaßen brauchbare Bilder.


Das Geschwemmsel der Woche
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