Flauten, Pech & Pannen

Um es vorweg zu nehmen: Der Mainau-Pokal hat Spaß gemacht. Die Wettfahrtleitung hat aus den Bedingungen die größtmögliche Anzahl an Läufen zusammen bekommen – auch wenn man von einem klassischen Up&Down-Rennen wieder nicht sprechen konnte. Das wird bei Yardstick-Regatten aber meistens nicht so eng gesehen.

Mono bei dem Mainaupokal 2011
Bei Windstärken zwischen null und gar nichts auf dem Bodensee. Foto: P. Nietsch

Aber fangen wir vorne an. Am Samstag mussten wir nur kurz die Fährlinie überqueren und waren sofort am Ort des Geschehens. Es blieb also genug Zeit für fällige Umbauarbeiten.

Danach ging es dann auf den See, dem Startboot hinterher. Die erste Wettfahrt lief dann bei relativ konstanten Winden um 6 Knoten recht gut für uns. Guter Start, gute Seitenwahl, wieder anständiger Speed auf der Kreuz und ausnahmsweise auch auf dem Downwind. Unser erster Laufsieg dieses Jahr war uns nicht mehr zu nehmen.
Vor der zweiten Wettfahrt frischte es dann etwas aus und wir freuten uns auf eine Kreuz bei 10 Knoten Wind – wieder optimaler Start, ein guter Beginn und dann nach etwa 1-2 Minuten zwei Schüsse. Was war das? Überall fragende Blicke, einige Boote kehrten um. Wir haben aus vergangenen Fehler gelernt und sind erstmal kurz weitergesegelt. Immerhin ist das so ja keine eindeutige Signalgebung, Flaggen auf dem Startschiff waren keine erkennbar, die nicht zur zweiten Startgruppe gehörten.
Als aber immer mehr Boote umkehrten, sind wir auch schnell hinterher zurück ins Startgebiet. Und genau jetzt schlief der Wind ein.

Vor der Regatta wird umgebaut
Die Mono-Crew wie immer am basteln und schrauben. Diesmal geht es der Fockschiene an den Kragen.

Mit Ach und Krach waren wir pünktlich zum zügig angeschossenen Neustart wieder hinter der Linie, konnten uns aber nicht mehr ordentlich positionieren und schon war der Lauf ziemlich im Eimer. Dann noch eine falsche Seitenwahl an der Luvtonne und schon waren wir nur noch 5. von 6. Tja, shit happens. Also ein dritter Versuch bei wieder extrem mauen Windbedingungen, die auch noch im Laufe der Wettfahrt um knapp 90 Grad drehten. Die Feststellung von der Mondscheinwoche gilt weiterhin: Bei Winden unter 5 Knoten kriegen wir die Kiste einfach nicht zum Laufen. Also wieder 5.

Am nächsten Tag fehlte nur noch eine Wettfahrt und diesmal müssen wir uns ziemlich an die eigene Nase fassen. Die Startlinie lag furchtbar schief, wir haben das sogar bemerkt, haben uns aber stark verschätzt und sind nah am Startboot unter einem sofort umlegenden Feld ziemlich in Lee verhungert. Und wenn man glaubt, dass der Wind gar nicht mehr weniger hätte werden können, dann ist man einem Irrtum aufgesessen. Absolute Flaute. Die ersten Schiffe schon im Ziel, wir dahinter mit ein paar anderen Schiffen unserer und anderer Gewichtsklasse. Naja, wieder 5..

Am Ende bleibt die etwas ernüchternde Serie 1./5./5./5. mit einem Streicher. Tja, jetzt hoffen wir mal auf eine Regatta mit 5 Läufen bei 6-10 Knoten Wind. Dann sehen wir weiter.

Ergebnisse gibt es hier.

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3 Antworten

  1. Pingback: Groß und klein « Mono 22 – Mast- und Schotbruch auf dem Bodensee

  2. ha

    Peinlicher Auftritt!

    8. Juli 2011 um 21:57

  3. Danke für die freundliche Einschätzung! Immer wieder gerne. 🙂

    8. Juli 2011 um 22:29

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