Sechstagewoche

Sechs angesetzte Wettfahrten an sechs aufeinanderfolgenden Tagen. Zunächst war an fünf Abenden beginnend am Montag die toll organisierte Arboner Mondscheinwoche angesetzt. Gesegelt wurden pro Abend ein Up&Down, nur einmal musste wegen aufkommender Sturmwarnung eine Wettfahrt abgebrochen werden.

Im Keller gefunden: Das Großsegel, das schon zum Verkauf stand, hat ein Comeback gefeiert.

Es fanden nach ORC-Club-Definition zwei Wettfahrten in Leichtwind, zwei Wettfahrten in mittleren Windbedingungen statt und es gibt eine große Lehre dieser Woche: Der Mast hielt, hat nicht gewackelt und insgesamt fühlt sich das Boot wieder sehr stabil an. Wer hätte das gedacht, nach unserem Malheur im Frühjahr?

Von den Ergebnissen sind wir allerdings noch nicht zufrieden – auch wenn die Vergleichsgruppe sehr stark besetzt war. Die Wertungsgruppe ORC umfasste sieben Boote (dreimal Esse 850, einmal X-35, einmal Dufour 34 Performance, einmal Bodenseekreuzer und wir), die doch sehr unterschiedlich sind. Ein sinnvoller Vergleich ist eigentlich nur mit den Esse 850 möglich und im Verhältnis zu diesen sind wir meilenweit hinterher gefahren.

Woran es liegt? Natürlich fehlt uns etwas Übung, nachdem wir die Mono lange nicht mehr bewegt haben, natürlich haben wir auch taktische Fehler und Handlingsfehler gemacht – aber vor allem fehlte uns eine gehörige Portion Speed auf den Downwind-Passagen. Ursachen? Müssen erforscht werden.

Auf dem Upwind-Schenkel waren wir – auch wegen guter Starts – stets im Geschehen, nach der Luvtonne war dann aber mächtig der Wurm drin. Eines der Hauptprobleme ist wohl, dass wir noch nicht genau wissen, wo wir hinfahren sollen. Eher hoch und schnell oder doch lieber etwas langsamer und dafür den direkten Weg? Ausprobiert haben wir beides, einige Zwischenschritte und keines war wirklich gut. Leider sind die VPP-Daten, die wir mit unserem ORC-Rating erhalten haben, keine Hilfe, da wir bei weitem nicht die erwarteten Geschwindigkeiten erreichen. Es bleibt also spannend, wie wir dieses Manko in den Griff bekommen.

Mondscheinwoche: Die Mono im „Mondschein“ des Kranscheinwerfers

Am Freitag Abend wurde dann direkt nach Rückkehr in den Hafen die Mono wieder auf den Trailer verladen und die Reise ging zurück nach Konstanz. Denn am Samstag stand schon als nächste Wettfahrt eine Langstrecke rund um den Teufelstisch auf dem Plan. Schnell war die Mono wieder geriggt und startbereit und bei der Steuermannsbesprechung, die in absoluter Flaute stattfand, fingen die ersten Kollegen an, eine Bahnverkürzung noch vor dem Start zu fordern.

Aber weit gefehlt, zum Start waren es zwar noch sehr schwache Winde um 4 Knoten, es wurden im Verlauf der Wettfahrt aber bis zu 12 Knoten mit kräftigen Böen aus verschiedenen Richtungen. Ein guter Start, dann aber ein durch ein anderes Boot erzwungener Schlag auf die absehbar falsche Seite und schon war der Zug in der Gesamtwertung bei den anfänglichen Leichtwindbedingungen abgefahren. Tja, Spaß hatten wir trotzdem, denn es entwickelte sich ein Privatduell mit der Archambault A35 MystiQue. Sie waren etwa eine Minute vor uns an der ersten Tonne, etwa 30 Sekunden an der zweiten, und im Ziel trennte uns dann nur noch eine läppische Sekunde. Das Zielfoto wird definitiv nachgereicht.

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2 Antworten

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