Quantmechanik

Am Wochenende in Genf regattiert. Unter anderem bei der ehrwürdigen SNG gastiert – immerhin von 2003 bis 2010 Titelverteidiger des America’s Cup. Da trifft man nicht nur allerlei bekannte Menschen – wie zum Beispiel Dona Bertarelli und Loïck Peyron – sondern auch interessante Boote.

Kiel und Schwertkasten der Quant 28
Ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto, Karl-Otto …

Während wir den Victorinox Kat für die Regatta aufgebaut haben, kam Michael Aeppli  mit seiner Quant 28 ebenfalls zum Aufbauen vorbei. Die Quant 28 ist auf den ersten Blick ein normales Sportboot mit recht kleiner Kielbombe. Auf den zweiten Blick überraschen die scheinbar fehlplatzierten, flügelförmigen Löcher in der Rumpfseite. Im aufgebauten Zustand steckt in diesen Löchern tatsächlich ein Flügel, der sich von der einen zur anderen Seite verschieben lässt. Wie das ganze aufgebaut aussieht, kann man auf dem nächsten Bilder gut erkennen.

Quant 28 beim Einwassern

Quant 28 beim Einwassern. Der Flügel ist in der Mittelposition.

Die Flügel ist während des Segelns ganz nach Lee verschoben und „fliegt“ knapp unter der Oberfläche. Durch sein asymmetrisches Profil erzeugt er ein aufrichtendes Moment und dämpft Rollbewegungen. Je höher die Geschwindigkeit, desto größer der Effekt. Downwind ergibt sich daher der größte Vorteil. Ein Kippen nach Luv ist ausgeschlossen, da schon bei wenig Luvkrängung der Flügel aus dem Wasser kommt.

Ueli begutachtet die Quant 28

Der Laie staunt

Soweit die Theorie – was sagt die Praxis? Es scheint in der Tat zu funktionieren. Bei einer Trainingsfahrt konnten wir die Quant beobachten und das Ding segelt wirklich wie ein Brett. Ein ziemlich schnelles Brett dazu. Sowohl auf der Kreuz, als auch unter Gennaker fährt die Quant wie auf Schienen. Krängung schein ein Fremdwort zu sein. Allerdings hatte es auch nur etwas weniger als 10 Knoten Wind und wenig Welle. Michael Aeppli versicherte mir aber, dass es auch bei mehr Wind und Welle sehr „komfortabel“ zugeht.

Ein weiteres Indiz dafür, dass das Boot schnell unterwegs ist, ist die sehr gute Platzierung bei der Genf-Rolle-Genf wo Aeppli, mit Hilfe des Neuseeländers Kevin Costin, den zweiten Platz in seiner Klasse einfuhr.

Quant 28 auf dem Trailer

Dank 550 kg Lebendgewicht ist der Transport kein Problem.

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