Pleiten, Pech und Pannen

Während sich Alex und Christian auf der Ostsee durchschütteln ließen, war Philipp wieder mit dem Team Victorinox unterwegs. Denn am Wochenende war die dritte Regatta der SAFRAM Speed Tour der Ventilo M2 Kats. Wie ein schlechtes Omen zeigte sich der Neuenburgersee schon bei der Ankuft mal wieder von seiner ungemütlichen Seite.

Warten auf den nächsten Start
Warten auf den nächsten Start. Nirgends döst es sich besser als im Schatten auf dem Trampolin eines grossen Kats (von der klimatisierten Eignerkabine einer Wally mal abgesehen).

Eine Sturmfront fegte mit lustigen 6 Windstärken über den See und machte einen Trainigsschlag unmöglich. Wer denoch rausfuhr, kehrte, ohne ein Segel gesetzt zu haben, zurück und durfte als gerechte Strafe erstmal wie am Pranger an einem Dalben mitten im Hafen hängen. Manövrieren bei dem Wind völlig unmöglich. So erging es zum Beispiel den Jungs vom Team Sonnenkönig.
Zum Glück zog das Unwetter schnell vorbei und als am Samstag die Wettfahrten starteten, herrschte wettertechnisch Friede, Freude, Eierkuchen.  Leider hat uns das nicht viel genützt, weil wir es irgendwie nicht schafften unsere Taktik umzusetzen. Zu viele Manöver, falsche Seiten gewählt und immer schön in die Windlöcher gefahren. Zu allem Überfluss machte auch noch das Material Zicken. Sowohl ein gerissener Outhaul als auch eine kaputte Furling-Leine machten uns zu schaffen.

Sonntag kamen wir dann vom Regen in die Traufe – bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad. Zwar hielt das Material, aber wir fuhren als wären wir das erste Mal auf einem Segelboot. Bei den ersten beiden Wettfahrten wären wir mit unserer peinlichen Vorstellung  locker durch jede Segelscheinprüfung gefallen. Dazu noch ein Gerangel bei einem Start, bei dem ein Konkurent über Bord ging. Der Autor war kurz davor sich am Genoafall zu erhängen. Als er das sah, hatte der liebe Gott doch noch ein Einsehen und ließ uns wenigstens die letzte Wettfahrt gut gelingen.

Jetzt heisst es nach vorne schauen und die Schmach schnell vergessen. Denn in zwei Wochen steht einer der Saisonhöhepunkte an. Da geht’s nämlich zum Genfersee zur Genf-Rolle-Genf.

Hafen in Neuenburg
Der Hafen in Neuenburg am Freitag nach dem Sturm.
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